Versuch 29: Ionenleitung in Glas

Ziel des Versuchs

Es wird gezeigt, dass ein AR-Glasstäbchen durch Erhitzen leitfähig gemacht werden kann (Ionenleitung).

Versuchsdurchführung

Ein Glasstäbchen aus einer speziellen Glassorte wird mit zwei Kupferelektroden umwickelt und ist wie folgt in eine Schaltung integriert:

In kaltem Zustand ist das Glas ein guter Isolator, es fließt also kein Strom und die Glühlampe leuchtet nicht. Nun wird das Stäbchen mit einem Bunsenbrenner auf etwa 700°C erhitzt (dunkle Rotglut), wobei die Bunsenbrenner-Flamme durch Na-Ionen bzw. Atome gelb gefärbt ist.

Das AR-Glas ist eine Glassorte, bei welcher dem Glas Salze zugesetzt wurden, die beim Erhitzen Ionen bilden. Durch die einsetzende Ionenleitung beginnt ein Strom zu fließen, der das Glasstäbchen auch ohne Bunsenbrenner weiter erhitzt.

Wenn die Lampe anfängt zu glühen kann diese durch den Schalter überbrückt werden. Dadurch ist es möglich den Strom durch den Glasstab zu erhöhen bzw. durch wiederholtes Aus- und Einschalten in gewissen Grenzen einzuregeln bis der Glasstab durchschmilzt.