Versuch 66: Phasenverschiebung zwischen U und I

Versuchsdurchführung

a) Phasenverschiebung mit Analoginstrumenten zeigen

Die Anzeige der Strom- und Spannungsmessgeräte wird mit den zugehörigen Projektoren übereinander an der Wand dargestellt. Hierbei ist der Nullpunkt der Instrumente die Skalenmitte (Center-Zero).

Die Frequenz des Sinusgenerators wird auf 0,05Hz eingestellt, damit die Zeiger der Instrumente dem Momentanwert gut folgen können.

Kondensator

  • Strom eilt Spannung um 90° voraus

Spule

  • Strom läuft Spannung um 90° hinterher
  • Man erkennt, dass die Phasenverschiebung aufgrund des Ohm´schen Innenwiderstands der Spule selbst nicht ganz 90° entspricht

Ohm´scher Widerstand

  • Keine Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung

 

Hinweise für Assistenten

Geräte:

  • HAMEG HM 8130 Funktionsgenerator (sonst ruckelnde Anzeige speziell für Kondensator)

Messgeräte:

  • Multari 5L mit Projektoren

Messbereiche Strommessung:

  • Kondensator:        0,06A
  • Spule:                   0,015A
  • Widerstand:         0,015A

Messbereiche Spannungsmessung:

  • Kondensator:        6V Gleichstrom
  • Spule:                   6V Gleichstrom
  • Widerstand:         6V Gleichstrom

 

b) Induktiver-/Kapazitiver Widerstand

Die Anzeige des Messgerätes wird auf Effektivwert umgeschaltet. Es wird nun die Frequenz des Eingangssignals von 1-500Hz variiert und dabei die Stromanzeige beobachtet.

Kondensator

Da der Kapazitive Widerstand des Kondensators \(\left|{R_c}\right|=\frac{1}{\omega c}\) beträgt, nimmt der Strom für steigende Frequenzen zu.

Spule

Der kapazitive Widerstand der Spule ist gegeben durch \(R_L=\omega L\), weshalb der Strom für steigende Frequenzen immer mehr abnimmt.

Ohmscher Widerstand

Da der Ohmsche Widerstand keine Frequenzabhängigkeit aufweist, bleibt der Strom bei Variation der Frequenz konstant.

 

c) Messung am Oszilloskop

Die Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung aus Versuchsteil a) kann auch am Oszilloskop gezeigt werden.