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Versuchsdurchführung
a) Sphärische Aberration

An der optischen Wand wird die sphärische Aberration mithilfe einer großen Plexiglas-Linse und mehreren parallelen Lichtstrahlen demonstriert.
Dabei ist gut erkennbar, dass die achsfernen Strahlen eine geringere Brennweite aufweisen (sphärische Aberration.)
b) Chromatische Aberration

An der optischen Wand wird die chromatische Aberration mithilfe einer großen Plexiglas-Linse und weißen Lichtstrahlen gezeigt. Dabei wird mithilfe der Kamera auf den Brennpunkt stark „hochgezoomt“, sodass gut erkennbar wird, dass der blaue Anteil des Lichts stärker gebrochen wird als der rote Anteil (chromatische Aberration).
c) Kissen- und tonnenförmige Verzeichnung
Eine beleuchtete Gitterdruckplatte wird mit einer Linse scharf auf einen Schirm abgebildet. Wird nun eine Irisblende in der Brennebene platziert, so kommt es zu einer kissen- oder tonnenförmigen Verzerrung der abgebildeten quadratischen Gitterdruckplatte.
1. Blende auf der Gegenstandsseite: tonnenförmige Verzeichnung

2. Blende auf der Bildseite: kissenförmige Verzeichnung

d) Korrektur von Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit

Im Versuch wird gezeigt, dass der Brennpunkt einer Bikonvex-Linse (Auge) weiter nach vorne bzw. hinten verschoben werden kann, indem eine Plan-Konkav bzw. Plan-Konvex Linse vor der Bikonvex-Linse platziert wird (Brille). Dabei kann vorher die Lage der jeweiligen neuen Brennpunkte markiert werden, die dann jeweils die Lage der Netzhaut bei Weit- und Kurzsichtigkeit darstellen. So kann gezeigt werden, dass mithilfe der Korrektur-Linsen (Brille) der Brennpunkt wieder auf die Netzhaut verschoben werden kann.
e) Akkommodation des Auges

Eine flexible, mit Wasser gefüllte, Linse dient als Modell der Augenlinse. Es kann gezeigt werden, dass die Linse durch Verformung an nahe bzw. ferne Objekte angepasst werden kann (Akkommodation).
Außerdem kann die Korrektur von Kurzsichtigkeit durch Einfügen einer Zerstreuungslinse (Brille) in den Strahlengang demonstriert werden.
f) Astigmatismus

Eine Gitterdruckfolie wird mit einer Halogenlampe beleuchtet. Im Strahlengang wird eine große kippbare Linse platziert, die um etwa 30-40° zur optischen Achse geneigt ist.
Je nach Linsenstellung können entweder die horizontalen oder vertikalen Streifen des Gitterdrucks scharf abgebildet werden, allerdings nicht beide gleichzeitig.